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Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff in Meran

Die Gärten von Schloss Trauttmansdorff liegen in Meran. Wegen der günstigen klimatischen und geographischen Bedingungen entwickelte sich die Stadt um die Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Gesundheits- und Fremdenverkehrszentrum. Prominentester Gast war Kaiserin Sissi von Österreich, die ihr Winterdomizil in Schloss Trauttmansdorff bezog.

Heute erstreckt sich rund um diesen historischen Ort östlich der Kurstadt Meran der botanische Garten: Auf einer Fläche von12 Hektar, eingebettet in einer einzigartigen Landschaft, umfasst der botanische Garten mehr als 80 Beispiele von Natur- und Kulturlandschaften aus aller Welt. Der botanische Garten erstreckt sich in einer einzigartigen Hanglage mit einem Höhenunterschied von rund 100 m und bildet so ein natürliches terrassenförmiges Amphitheater unterhalb des Schlosses: Von dort kann man zahllosen Natur-Perspektiven, faszinierende Einblicke in exotisch-mediterrane Landschaften und den herrlichen Ausblick auf die imposanten Berge und die sonnige Kurstadt Meran genießen.

Jubiläum 2011

Sissis Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind in insgesamt sieben Jahren errichtet worden und seit der Eröffnung im Juni 2001 sind nun schon 10 Jahre vergangen. Zum 10-jährigen Jubiläum werden viele Neuigkeiten und Überraschungen geboten.

Bunte Veranstaltungsreihen, lange Freitagabende im Sommer und die Vorstellung des neuen Gartenführers erwarten die Besucher in der 10. Saison.

Absolutes Highlight ist die neue Attraktion, die "Botanische Unterwelt". Ein 200 Meter langer Tunnel führt in den Fels hinein und entführt die BesucherInnen in eine mysteriöse unterirdische Welt. Was oberhalb der Erde sprießt, grünt und blüht, treibt seine Wurzeln in die Erde. Auch wenn sich all das dem menschlichen Auge entzieht, sind Pflanzen dennoch auch unter der Erde aktiv. Die Besucher schreiten durch mehrere Kavernen, jede ist einem bestimmten Themenbereich gewidmet – Wasser, Erde, Nährstoffe, Wurzeln und Licht – und wird in eine einzigartige Art und Weise multimedial dargestellt: Elemente kommunizieren miteinander, Nährstoffe streiten sich und Wurzeln wachsen aus dem nichts und informieren so die Besucher über das Leben unter der Erde.

ÖFFNUNGSZEITEN 2011:

  • 1. April - 31. Oktober: 9.00 bis 19.00 Uhr (letzter Einlass: 18.00 Uhr)
  • 1. November – 15. November: 9.00 bis 17.00 Uhr (letzter Einlass: 16.00 Uhr)
  • Freitags im Juni, Juli und August: 9.00 – 23.00 Uhr (letzter Einlass: 22.00 Uhr)
  • Kein Ruhetag
  • Tieren ist der Zutritt nicht erlaubt

Schloss Trauttmansdorff

Apri Chiudi

Schloss Trauttmansdorff geht auf das Mittelalter zurück. Um 1500 wird es von einem Feldherren namens Trauttmansdorff gekauft. Dann aber verfällt das Gebäude zur Ruine.
Um 1850 baut Graf Joseph von Trauttmansdorff den Ansitz wieder auf. Es ist das früheste Beispiel für den neugotischen Burgenbau in Tirol. 1870 und 1889 zieht Kaiserin Elisabeth für insgesamt 8 Monate in Trauttmansdorff ein. Um die Jahrhundertwende übernimmt der deutsche Baron Friedrich von Deuster das Gut Trauttmansdorff aus einer Konkursmasse. Es erlebt eine neue Blütezeit. Nach dem Anschluss Südtirols an Italien wird der Baron enteignet. Für die folgenden 80 Jahre kommt das Schloss unter staatliche Verwaltung und verfällt. Mit dem Autonomiestatut geht Trauttmansdorff auf das Land Südtirol über. Das Schloss wird zum Museum für Tourismus, der Park zum botanischen Garten.

Touriseum - Das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus

Apri Chiudi

Am 15. April 2003 hat das Touriseum in Schloss Trauttmansdorff bei Meran nach vier Jahre Aufbauzeit seine Tore geöffnet. Das Touriseum ist im gesamten Alpenraum ein einzigartiges Museum: Es ist das erste Museum über den Tourismus, das über die Vergangenheit und die Gegenwart des alpinen Tourismus in Südtirol anschaulich berichtet.

Im Museum wird der Ursprung des Tourismus in Südtirol und dessen Auswirkungen auf Einwohner und Landschaft, die Bewohner der Täler und der Umgang mit den Touristen, sowie die Tourismusbranche heute in lebendig inszenierten Räumen aus der Sicht der Reisenden wie der Bereisten erzählt.

Im Touriseum sind eine Dauerausstellung und ein Studiendepot untergebracht. Die Dauerausstellung erzählt die Geschichte des Tourismus in Tirol von 1750 bis 1914 und von 1914 bis in die Gegenwart. Die Sammlungsstücke führen den Besucher auf eine Reise in die Zeit: Sie sind chronologisch aufgebaut und auf 20 Räume verteilt. Die Dauerausstellung setzt stark auf Inszenierungen, in die ausgewählte Objekte integriert werden.

Das Studiendepot ist als öffentlich zugängliche Vertiefungsebene gedacht. Die Sammelschwerpunkte reichen von Werbung (darunter sind seltene Werbeplakate, Flyer und mehrere Kuriositäten), Erinnerungen (Souvenirs, Tagebücher und Fotoalben) bis zur Gastronomie und alte Filme. Insgesamt sind mehr als 7000 Objekte ausgestellt. Einige der ausgestellten Objekte reichen bis 1890 zurück. Die nicht ausgestellten Objekte befinden sich in einem Depot im dritten Stock und sind für die Besucher zugänglich.

Eine lustige Besonderheit ist das Südtirolspiel: Ein riesiger Flipperautomat, der die Spieler durch eine lustige und ironische Reise durch die Südtiroler Klischees führt. Seit 2008 sind im Touriseum drei Räume der Dauerausstellung mit Originalexponaten Kaiserin Sissi gewidmet.

In diesem Jahr kann im Touriseum die Sonderausstellung “Sie wünschen? Desidera?” besucht werden.

ÖFFNUNGSZEITEN 2011:

  • April - 31. Oktober: 9.00 bis 19.00 Uhr (letzter Einlass: 18.00 Uhr)
  • November – 15. November: 9.00 bis 17.00 Uhr (letzter Einlass: 16.00 Uhr)
  • Freitags im Juni, Juli und August: 9.00 – 23.00 Uhr (letzter Einlass: 22.00 Uhr)

Der Besuch des Touriseum ist in der Eintrittskarte für die Gärten inbegriffen.

Die Gärten

Apri Chiudi

Rund um das historische Schloss Trauttmansdorff erstreckt sich der botanische Garten. Von einem Flaumeichenwald begrenzt und vom milden Klima begünstigt, erstreckt er sich über zwölf Hektar und bietet somit viel Raum für Natur und Kunst: Die Blüte vieler unterschiedlicher Pflanzen wechselt sich ab und unterstreicht das Abwechseln der Jahreszeiten. Zahlreiche Stationen sind den Sinnen und deren Wahrnehmung gewidmet. Es werden zudem zahlreiche Rahmenveranstaltungen angeboten, die einen Besuch der Gärten für Jedermann zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Für die gelungene Mischung von Natur und Kunst, sowie für den innovativen Geist sind die Gärten im Jahre 2005 zum "Schönsten Garten Italiens" und im Jahre 2006 zum "Garten Europas Nr. 6" gekürt worden.

Vor über 150 Jahren wurden die ersten exotischen Gewächse nach Meran gebracht und zur Verschönerung der Stadt mal hier, mal dort in den weitläufigen Anlagen angepflanzt. In den Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind die Pflanzen dagegen nach ihrer Herkunft geordnet: Es werden die Zusammenhänge zwischen natürlicher Vegetation, Klima, Standort und menschlichen Eingriffen berücksichtigt.

Die Gärten sind in vier Themenbereiche unterteilt: Die Welt in einem Garten, wo sich Laub- und Nadelbäume amerikanischer Herkunft mit Bäumen aus fernöstlichen Ländern abwechseln, Sonnengärten, die mediterrane Landschaften nachbilden, Wasser- und Terrassengärten, die mit vielseitigen Garten- und Wasserlandschaften und einem abwechslungsreichen auf und ab überraschen, sowie Landschaften Südtirols, die die typischen Kulturlandschaften des Landes darstellen.

DIE WELT IN EINEM GARTEN

Waldgärten

In den Waldgärten wechseln Laub- und Nadelbäume amerikanischer und asiatischer Herkunft einander ab. Klima und Boden bestimmen den Waldtyp: Im milden Klima Süd-Japans und Floridas gedeihen immergrüne Laubwälder. Einige Gehölze aus diesen Gebieten sind schon seit Jahrzehnten in Meraner Gartenanlagen zu finden. Die milden Winter der Kurstadt machen dies möglich.

Sonnengärten

Alte Kulturpflanzen des Mittelmeerraums wie Ölbaum, Weinrebe, Feigenbaum, Zypressen und Lavendel komponieren in den Sonnengärten von Schloss Trauttmansdorff das unverkennbare Bild des Südens. Am Südhang unterhalb des Schlosses wächst der nördlichste Olivenhain Italiens. Duftende Zwergsträucher und immergrüne Gehölze wechseln einander ab. Stein-Eichen erinnern an das natürliche Pflanzenkleid des Mittelmeerraums: Einst bildeten sie dort ausgedehnte Wälder.

Wasser- und Terrassengärten

Die Wasser- und Terrassengärten von Schloss Trauttmansdorff versammeln vielgestaltige Gartenräume: Treppenwege führen in den Formalen Garten nach italienischer Manier, in den Staudengarten im englischen Stil und in den Sinnesgarten. Streng beschnittene immergrüne Gehölze gehen in vielfarbige Blütenrabatten über. Die Treppen begleiten Wasserläufe, die in den sanft geschwungenen Seerosenteich mit farbenprächtiger Ufervegetation münden.

Landschaften Südtirols

Geschichte und Kultur verändern die Landschaft. Durchziehende Völker hinterließen in Südtirol ihre Spuren, Bauern suchten Weide- und Ackerland, neue Kulturpflanzen behaupteten sich. Wein- und Obstgärten, Kastanienhaine, Getreidefelder und Nutzwiesen drängten die Naturlandschaft mehr und mehr zurück. Südtirol, wie es sich heute präsentiert, ist größtenteils Kulturlandschaft.

Elenco alloggi

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