Dolomiti.it Bellunese Seren del Grappa


Seren del Grappa

Seren del Grappa liegt im Valle dello Stizzon Tal, ein Gebiet, das seinen Namen dem Fluss verdankt, der Richtung Feltre fließt und zusammen mit dem Fluss Colmeda den Fluss Piave mit Wasser speist. Zusätzlich zum Hauptort besteht die Gemeinde aus drei weiteren, kleinen Ortsteilen: Rasai, Caupo und Porcen. Die Ortschaft bietet viele Wandermöglichkeiten, bei denen man das Gemeindegebiet kennenlernen kann, in dem noch die Spuren des Ersten Weltkrieges sichtbar sind und in dem es einst viele Almen und Wälder gab, sowie alte Häuser, die von den Einheimischen errichtet wurden.

Ursprünglich nannte sich die Ortschaft nur "Seren", aber seit 1923 soll der Beiname an die vielen Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Front am Monte Grappa erinnern. Die historische Ort des Gefechts zwischen italienischen und österreichischen Truppen ist nicht weit entfernt und auf einigen Wegen kann man Überreste der Schützengraben, der Galerien und der Stellungen besichtigen. Um der Tragödie zu gedenken, wurde im Ortskern auch ein Fotomuseum errichtet, in dem Ausstellungsstücke an die Verwüstung des Gebietes um den Monte Grappa im Ersten Weltkrieg erinnern: Neben den vielen Kriegsobjekten kann man auch persönliche Gegenstände besichtigen.

Tolle Wanderungen führen zu den Ortschaften Rasai, Caupo und Porcen. In jeder gibt es eine Kirche: Jene in Rasai zum Heiligen Martin, dessen Ursprung im 14. Jahrhundert liegt, wurde 1839 vom Architekt Segusini wiedererrichtet; in Caupo steht eine der ältesten Kirchen der Umgebung, die den Heiligen Vito und Modesto geweiht ist, sie wurde in den Zwanzigerjahren in einer etwas höheren Lage wieder aufgebaut, nachdem die ursprüngliche Kirche vom Fluss Stizzon überschwemmt wurde; Porcen hingegen beherbergt in der Kirche S. Maria Maddalena einige Werke der Künstler Jacopo da Valenza und Giovanni di Francia aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Die typische Küche der Gegend um Seren del Grappa besteht aus armen Zutaten, die so genannt werden, weil sie einst die einzigen waren, die der Bevölkerung zugänglich waren. Neben dem klassischen Maisbrei "sponcio" verwöhnen hier auch Pilze, Bohnen, Wild, Honig, Nüsse und die berühmten Kastanien den Gaumen eines jeden Feinschmeckers. Das Dorf beteiligt sich nämlich zusammen mit anderen Gemeinden rund um Feltre an der Erhaltung dieser typischen Herbstfrucht, der Kastanie, indem es das beliebte Kastanienfest jedes Jahr im Oktober organisiert: Neben leckeren Verkostungen der verschiedenen Spezialitäten, die aus dieser Frucht hergestellt werden, ermöglicht es die Erhaltung der Kastanienhaine in der Umgebung.